Temple Stay


Temple Stay

Südkorea ist ein Land voller Gegensätze: Auf der einen Seite dominiert das hektische Leben in all seinen modernen Ausprägungen, auf der anderen Seite wird der Alltag aber auch von buddhistischen Tempeln und traditionellen Veranstaltungen geprägt. Wer sich für einen Aufenthalt in Südkorea entscheidet, sollte über die Möglichkeit eines Temple Stay nachdenken. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um einen Aufenthalt in einem Tempel. Dieser erlaubt es die modernen Facetten Südkoreas kennenzulernen, zeitgleich aber auch hinter die Kulissen des traditionellen Tempel-Lebens zu blicken.

Die Besonderheiten eines Temple Stays

Bei einem Temple Stay nehmen die Besucher die Rolle eines Mönchs ein. Selbstverständlich wird man zu nichts verpflichtet: Die einzelnen Programmpunkte können nach Belieben ausgelassen werden. Bei einem Templestay wird drei Mal am Tag ein Gebet namens Yebul verrichtet. Dieses gilt als "Gruß an Buddha" und soll auch die Gelegenheit eröffnen auf die eigenen Taten zurückzublicken. Das Chamseon ist in der westlichen Welt vor allem unter dem Begriff des Zen Buddhismus bekannt geworden. Bei der Meditation soll die eigene Persönlichkeit reflektiert werden. Bei der Form Jwaseon wird die Meditation im Sitzen durchgeführt. Beim Haengseon wird die Meditation durch langsames Laufen bewerkstelligt. Das Balwoo Gongyang ist nichts anders als das alltägliche Essen der Mönche. Hierbei ist Geschirrklappern und Reden verboten. Das Essen soll in vollkommener Ruhe und unter Genuss angegangen werden. Die wichtigste Besonderheit: Der Teller muss komplett leer gegessen werden.

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Die Teezeremonie

Bei Dahdoh, der traditionellen Teezeremonie erlernen die Gäste des Templestay die richtige Zubereitung von Tee. Das Dadoh ist eine Unterform der Meditation, bei welcher der Geist konzentriert werden muss. Durch die Konzentration auf Gerüche und Geschmäcker soll die richtige Dosierung des Tees erlernt werden. Neben der Teezeremonie werden viele weitere Aktivitäten durchgeführt: Darunter fällt das Erstellen von alten Schriftzeichen mit Tinte oder das Basteln von Lotusblumen-Laternen.

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Der Templestay: Eine bereichernde Erfahrung

Bei einem Templestay können viele aufregende Erfahrungen gesammelt werden. Früh am morgen zirpen die ersten Grillen, die Müdigkeit verfliegt nur langsam. Das morgendliche Singen und Beten erlaubt einen gelungenen Einstieg in den Tag: Hierbei nehmen nicht nur Mönche, sondern auch Kloster-Studenten teil. Das Essen besteht größtenteils aus Gemüse und Reis. Ab und an wird auch Fleisch serviert. Die Neuankömmlinge des Templestay werden in turnhallengroßen Tempelhallen empfangen und in die ersten Rituale der Buddhisten eingeweiht. Je nach Größe des Tempels wird dieser nur von einer Hand voll Mönche bewohnt. Die typischen Templestay-Gruppen verbringen nur wenige Tage in dem Tempel. Einige Europäer und Amerikaner buchen sich aber auch für mehrere Monate in einen solchen Tempel ein. Die ersten Tage eines Templestay sind von Unannehmlichkeiten gekennzeichnet. Wer in einem Schneidersitz meditieren möchte, wird oftmals von Schmerzen geplagt. Bis die vielen verschiedenen Übungen schmerzfrei durchgeführt werden können, bedarf es vieler Jahre Übung. Der Templestay ist also durchaus mit einigen Unannehmlichkeiten verbunden.

Veränderung der Sichtweise durch den Templestay

Wer an einem Templestay teilgenommen hat, wird seine Lebensgewohnheiten schnell überdenken. Jedes Reiskorn muss aufgegessen werden: Selbst das Wasser mit dem die Essschüssel ausgespült wurde muss ausgetrunken werden. Die Schnell-Lebigkeit des Alltags verblasst, Ruhe und Entspannung kehren ein. In vielen europäischen Staaten ist der Leistungsdruck derart groß geworden, dass Arbeitnehmer zum Nehmen von Urlaub gezwungen werden müssen. Die vielen Belastungen des Alltags geraten während eines Templestay vollkommen in Vergessenheit. Der Kontrast zwischen dem Alltagsleben der technisierten Großstadt und dem buddhistischen Harmoniestreben könnte nicht größer ausfallen. In diesem Sinne ist es für jeden Menschen eine außergewöhnliche Erfahrung an einem Templestay teilzunehmen. Während eines Templestay können traditionelle Sichtweisen überdacht werden. Wer noch nichts anderes kennengelernt hat, wird die Sichtweise der Mönche schnell lieben lernen. Selbstverständlich eröffnet ein Templestay auch die Möglichkeit sich in Südkorea umzusehen und den ganz normalen Alltag in Großstädten kennenzulernen.

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